Bündnis gegen Schwarzarbeit
Gemeinsam gegen Schwarzarbeit: Für ein starkes und faires Friseurhandwerk
Der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks (ZV) steht für Qualität und Integrität in unserer Branche. Ein wesentlicher Teil dieser Mission ist das Bündnis gegen Schwarzarbeit, das bereits 2016 vom Zentralverband, der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und dem Bundesministerium der Finanzen (BMF) unterzeichnet wurde.
Auf dieser Seite erhalten Sie einen umfassenden Überblick über das Bündnis und seine Entwicklung: Wir erläutern die Ziele und Inhalte der gemeinsamen Initiative, zeigen auf, welche konkreten Erfolge bereits erreicht wurden – insbesondere die Aufnahme des Friseurhandwerks in den Branchenkatalog des Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetzes im Jahr 2025 – und stellen aktuelle Zahlen sowie Entwicklungen zur Schwarzarbeitsbekämpfung in unserer Branche dar.
Warum ist das Bündnis gegen Schwarzarbeit so wichtig?

Schwarzarbeit ist ein Problem, das die gesamte Branche betrifft. Sie untergräbt legale Strukturen, gefährdet Existenzen und schwächt das Handwerk.
Faire Wettbewerbsbedingungen
Schwarzarbeit verzerrt den Wettbewerb erheblich. Betriebe, die Steuern zahlen, ihre Mitarbeitenden fair entlohnen und sich an Tarifverträge halten, stehen durch illegale Praktiken unter Druck. Das Bündnis setzt sich für gleiche Chancen ein, indem es Transparenz fördert und illegale Anbieter aus dem Markt nimmt.
Erhalt von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen
Unser Handwerk lebt von Tradition, Kreativität und Professionalität. Schwarzarbeit entzieht der Branche Ressourcen, die in Ausbildung, Innovation und Wachstum fließen könnten. Das Bündnis stärkt das Fundament des Friseurberufs und schützt Arbeitsplätze.
Was tut das Bündnis konkret?
Das Bündnis gegen Schwarzarbeit vereint Friseurunternehmen, Innungen, Handwerkskammern und Behörden. Mit gezielten Maßnahmen treten wir Schwarzarbeit konsequent entgegen.
Aufklärungsarbeit
Wir wollen auf die negativen Folgen von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung aufmerksam machen. Ziel ist es, sowohl Betriebe als auch Verbraucher:innen für das Thema zu sensibilisieren.
Kontrollen und Sanktionen
In Zusammenarbeit mit der FKS sorgt das Bündnis für regelmäßige Kontrollen aller im Friseurhandwerk tätigen Betriebe und Personen, um illegale Tätigkeiten bestmöglich aufzudecken.
Informationsaustausch
Das Bündnis fördert einen optimalen Informationsaustausch zwischen Verbänden und Behörden vor Ort.
Ihre Unterstützung zählt!
Gemeinsam gestalten wir eine Zukunft, in der Qualität, Fairness und Sicherheit an erster Stelle stehen. Lassen Sie uns Schwarzarbeit keine Chance geben! Der Erfolg im Kampf gegen Schwarzarbeit liegt in unseren Händen.
Das Faltblatt zur Bündniserklärung finden Sie hier.
Informationen zur Aufnahme des Friseurhandwerks in den Branchenkatalog des Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetzes (SchwarzArbG)
Das Gesetz zur Modernisierung und Digitalisierung der Schwarzarbeitsbekämpfung wurde am 29. Dezember 2025 im Bundesgesetzblatt verkündet und trat gemäß § 23 Abs. 1 der Reform am darauffolgenden Tag, dem 30. Dezember 2025, in Kraft.
Mit dem Gesetz zur Modernisierung und Digitalisierung der Schwarzarbeitsbekämpfung ist das Friseurhandwerk erstmals in den Branchenkatalog des Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetzes (SchwarzArbG) aufgenommen worden. Für Friseurinnen und Friseure in Deutschland ergeben sich hieraus neue Pflichten sowie veränderte Prüf- und Kontrollstrukturen.
Aktuelle Zahlen 2025
Die neuesten Auswertungszahlen des Bündnisses gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung zeigen:
Nach einem Rückgang im Jahr 2024 ist die Zahl der Prüfungen wieder deutlich angestiegen und liegt 2025 bei 1.641 Kontrollen (2023: 1.576, 2024: 1.114).
Auch die abgeschlossenen Strafverfahren haben kontinuierlich zugenommen – von 1.034 im Jahr 2023 über 1.167 im Jahr 2024 auf 1.472 im Jahr 2025. Ein Großteil entfällt dabei auf Beitragsvorenthaltung sowie Leistungsmissbrauch.
Besonders deutlich ist der Anstieg bei den Geldstrafen sowie den Schadenssummen: Die Geldstrafen steigen von 113.740 Euro im Jahr 2023 auf 172.575 Euro im Jahr 2024 und auf 204.555 Euro im Jahr 2025. Die Schadenssummen liegen 2025 insgesamt bei über 2,1 Millionen Euro (2023: 1,36 Mio. Euro, 2024: 1,92 Mio. Euro).
Zusätzlich wurden im Jahr 2025 1.173 Ordnungswidrigkeitenverfahren abgeschlossen (2023: 808, 2024: 896). Die meisten davon stehen im Zusammenhang mit Mindestlohnverstößen und Leistungsmissbrauch. Die verhängten Geldbußen steigen nach einem Rückgang im Jahr 2024 erneut an und liegen 2025 bei 1.039.162 Euro (2023: 1.467.970 Euro, 2024: 711.864 Euro).
Die Schadenssummen bewegen sich dabei auf einem ähnlichen Niveau wie 2023 (2023: 162.379 Euro, 2024: 117.503 Euro, 2025: 162.785 Euro).
Die aktuellen Zahlen aus den Jahren 2023 bis 2025 zeigen deutlich, dass Schwarzarbeit im Friseurhandwerk weiterhin ein ernstzunehmendes Problem darstellt. Umso wichtiger sind konsequente Kontrollen und ein entschlossenes Vorgehen gegen Verstöße.

